Ökumänische Gebetswoche

 

Ein schöner Brauch der christlichen Gemeinde ist die alljährliche ökumänische Gebetswoche.

Dieses Jahr fiel diese Woche vom 16. auf den 20. Januar. Es gibt Gemeinden, wo man sich jeden Tag trifft, und welche wo nicht und dann gibt es wiederum solche, wo nicht alle Glaubensrichtungen anwesend sind; je nach dem, wie man es gewohnt ist.

 

In unserer Gemeinde war dieser besondere Tag der 17. Januar, wo wir uns mit unseren deutsch- und englischsprachigen Geschwistern aus verschiedenen Gemeinden getroffen haben. Es war wirklich ein aussergewöhnlicher Anlass, denn es waren die deutschsprachige katholische und evangelische, sowie die schottische Gemeinde anwesend. Auch für mich war das ein ganz besonderes Ereignis, den Glauben so zu erleben, in so einer farbenfrohen Gemeinschaft, wo für mich zwar viele neue und unbekannte Gesichter waren und wir uns dennoch einander in Christus kennen.

 

Es war aussergewöhnlich, denn nichts erklang dreimal, sondern lediglich einmal, so, wie das Gebet und die Vorlesung der Bibelstellen durch den jeweiligen Pfarrer bzw. Priester erfolgte, konnte jeder alles verstehen, denn durch ein vorbereitetes Blatt konnten alle an der Gebetsrunde teilhaben.

Selbstverständlich gehörte zum Gebet auch der Gesang, so haben wir viele Taize Lieder gesungen. Diese auch manchmal etwas öfter, damit sich jeder in den Text und die Melodie vertiefen konnte und somit Gottes unbeschreiblicher Fürsorge wieder ein Stückchen näher rücken konnte.

Höhepunkt dieses besonderen Anlasses war für mich, als wir uns am Ende gemeinsam mit dem Zeichen des Friedens voneinder verabschiedten. Aus den Fremden sind Bekannte, Partner, Freunde geworden.

 

Seit dem Erlebnis habe ich, als ich mit den Kindern in einer Bibelstunde das Thema Vergebung besprach uns anschliessend mit dieser Bewegung voneinander verabschiedet. Der Erfolg bei den Kindern war grandios.

Dieses Ereignis war etwas ganz besonderes, nichts alltägliches, andere Lieder, andere Menschen, andere Pfarrer, Pastoren, Priester, aber in einem dennoch eins: in der Liebe Christus.

Edina Patkó