Gemeindewochenende in Balatonszárszó

 

Die Deutschsprachige Reformierte Gemeinde hat im Januar 2017 diesmal zum zweiten Mal ein Gemeindewochenende im SDG Familien Hotel und Konferenzstützpunkt in Balatonszárzó abgehalten. Man kann es bereits schon fast als Tradition betrachten, dass wir uns zum Beginn des Jahres ein wenig vom Lärm der Stadt zurückziehen, um einerseits unseren Zusammenhalt in Christus zu erleben und zu stärken und um andererseits die das Gemeindeleben betreffende wichtige Fragen im christlichen Sinne zu besprechen.

 

Schon am Freitagabend waren viele Gemeindemitglieder anwesend, als wir die Geschichte von Zachäus etwas näher reflektierten, und in kleineren Gruppen - unter verschiedenen Instruktionen - nicht nur aufarbeiteten, sondern auch vorführten.
Am Sonnabendmorgen nach der Andacht brachen wir zum gemeinschaftlichen Ausflug auf und wie auch vergangenes Jahr, ergab sich auch dieses Jahr wieder eine wunderbare Möglichkeit mit einem gemeinsamen Vergnügen, dem Schlittschuh laufen auf dem Balaton, unsere Gemeinschaft zu stärken.

 

Eine das Gemeindeleben stark beeinflussende, mehrere Identitäten beeinflussende Frage - geriet dann in der Besprechung am Nachmittag in den Fokus. Dieses Gespräch wurde von Nicole Haefeli, der ehemaligen Gemeindepfarrerin, die eigens zu dieser Gesprächsrunde aus der Schweiz angereist ist, Zoltán Balogh und Dr. Ági Bodoky Csanádyné geleitet.
Die Gemeinde wurde damals von Deutschen, die in Ungarn ankamen, gegründet. Während zwar deren Nachfahren auch noch heute die Grundlage der Identität bedeuten, gibt es heute jedoch eine große Anzahl zwar deutscher Abstammung, jedoch nicht deutsch sprechende Mitglieder genauso wie Ungarn, deren Nachforschungen in Deutschland an die deutsche Sprache gebunden sind. Ganz unabhängig vom Grad der Sprachkenntnis, fanden alle Anwesenden den Erhalt der Zweisprachigkeit als unverzichtbares grundlegendes Element der Identität.
Gleichzeitig während wir uns über die Zukunft der Gemeinde unterhielten, hörten sich unsere Kleinen und etwas Größeren Bibelgeschichten von Lili Lugosi an, wobei sie Zeichnungen darüber anfertigten, spielten und sangen.

 

Die furchtbare Nachricht am Sonnabend, dass ein Schulbus in Italien einen schrecklichen Unfall erlitten hatte, erschütterte alle Beteiligten zutiefst. Zum Gottesdienst am Sonntag beteten wir gemeinsam für die Opfer, die Überlebenden und deren Angehörige.

Nach dem Gottesdienst arbeiteten wir fröhlich ein ernstes Thema unter der Anleitung von Judit Révész in Form einer Dramabeschäftigung auf. Auf dem Heimweg fanden die Glücklicheren unter uns das Museum von Attila József noch offen. Am Eingang an der Wand stand folgender rührender Vers mit dem ich meinen Bericht abschließen möchte:

 

 

,,Gott steht hier hinter mir
Und ich habe für ihn die ganze Welt umrundet"

Edina Patkó