Gyülekezeti levél 2020.11.12

Liebe Gemeindeglieder und lieber Freundeskreis unserer Gemeinde!


In einer Nachrichtensendung führte man die neuen, verschärften Regelungen wegen der Pandemie folgendermaßen ein: ,,ab Morgen beginnt eine neue Welt". Wie schön wäre es! Wie schön wäre es, wenn möglichst viele Menschen und Gremien zu der Erkenntnis gelangten, dass wir unser Leben ändern müssen. Allererst muss es ,,innerlich" einen Neuanfang geben, dann aber sollten auch die äußeren Lebensmerkmale und unsere Entscheidungen anders ausfallen, als bis jetzt. Das Ziel ist nicht nur die Vermeidung ähnlicher persönlichen und Weltsituationen in der Zukunft, wie sie jetzt uns gefangen nehmen, sondern dass unser Leben immer mehr dem Leben entspricht, zu dem wir in unserer Person und auch als menschliche Weltgemeinschaft geschaffen wurden. Es wäre eine Illusion zu denken und zu hoffen, dass die Mehrheit wegen dem Virus und den Ereignissen, die den begleiteten, ihr Leben ändern wird. Wir aber dürfen zu der Minderheit gehören, die gegen den Strom schwimmt und gegen die Lebensform protestiert, die die Grenzen und Lebensordnungen nicht achtet, die uns in Gottes Schöpfung gesetzt worden sind. Die Nachfolger Christi waren immer schon in der Minderheit, auch dann, als Europas Gesicht offiziell noch durch das Christentum bestimmt war. Aber diese Minderheit ist nach dem Matthäusevangelium ,,das Salz der Erde", ,,die Stadt auf dem Berg" und das Licht der Kerze, die nicht versteckt werden darf, sonst wird es nicht nur unsichtbar, sondern es geht ganz aus. Wenn jemandem dieser Weg zu wage und zu selbstbewusst, vielleicht sogar elitär erscheint, sollte er/sie dann eine Gegenprobe machen. Wäre es besser, uns im Grau dieser Welt aufzulösen und als Jünger von Christus nichts anderes vom Leben zu wollen als diejenigen, die das neue Leben durch Jesus Christus nicht kennen? Lass uns nicht mit einer Existenz der ,,Allerweltchristen" abfinden (Ausdruck von D. Bonhoeffer)!


Wenn wir wieder die Sonderregelungen unseres Gemeindelebens einführen, sollte dies nicht nur Beschränkungen und Reduktion bedeuten. Lass uns neue Möglichkeiten der Begegnungen und des Zusammenseins miteinander und mit Gott suchen und finden!

Einige Beispiele:

Der Telefondienst in unserer Gemeinde ist immer noch aktiv! Sie dürfen sich melden, wenn Sie bereit sind, ältere, isolierte Gemeindeglieder wöchentlich anzurufen und mit ihnen zu sprechen, die Bibel zu lesen. ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Sie dürfen neue Online-Gruppen neben der Bibelstunde und dem Glaubenskurs vorschlagen, auch in deutscher Sprache! Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Die Leitung der Reformierten Kirche Ungarns verordnete wiederum die Umlegung ALLER kirchlichen Veranstaltungen in den Online-Raum. So müssen wir leider unsere Gottesdienste wieder online halten. Bereits am nächsten Sonntag (den 15. November) gibt es um 10 Uhr nur noch Übertragung auf unserer ÖFFENTLICHEN, jedem zugänglichen Facebook-Seite.

Die deutschsprachige Predigt nach der zweisprachigen Liturgie lässt sich parallel mit der ungarischen auf unserer Homepage verfolgen (hier).

Sie dürfen sich als neues Gemeindemitglied ins Gemeindeverzeichnis bis Mitte Dezember eintragen lassen. Dann werden Sie vom ersten Januar nächsten Jahres unser Mitglied. Zu diesem Anlass gibt es die Möglichkeit eines guten Gespräches mit einem der Pfarrer.


Wir bitten alle, die bereits Mitglied bei uns sind, ihren Jahresbeitrag zu zahlen! Nach dem Beschluss des Presbyteriums beträgt diese Summe monatlich 6000 Forint pro Monat für aktive Arbeitnehmer, 2000 Forint pro Monat für Rentner und Studenten. Der Mindestbeitrag ist jeweils die Hälfte dieser Summe: 3000 Forint bzw. 1000 Forint monatlich.


Kontonummer: CIB Bank Zrt. 11100104-19711784-36000001


Der leitende Pfarrer unserer Gemeinde wurde im November dieses Jahres zum Bischof des Kirchendistriktes an der Donau gewählt. Die Einführung ist für die zweite Hälfte Januar 2021 geplant. Es ist unser ernster Wunsch und Wille, dass dadurch keine negativen Folgen für unsere Gemeinde entstehen, sondern eine Bereicherung des Gemeindelebens erfolgt. Es liegt an uns (vor allem an den Pfarrern).



Lass uns dafür beten, dass wir einander bald persönlich wiedersehen dürfen!


Budapest, den 12. November 2020.



Vorsitzender Lakatos Gábor Péter
Pfarrer Balog Zoltán
Prädikant Kovács Gergő